Der Bauboom in Ludwigsfelde hält weiter an. Damit sind auch für die Techniker der Stadtwerke Ludwigsfelde viele Herausforderungen verbunden.

In Ludwigsfelde entstehen aktuell mehrere neue Wohngebiete – überwiegend auf bisher unerschlossenem Gelände. Das bedeutet, dass dort noch keine Versorgungseinrichtungen vorhanden sind. Aus diesem Grund sind komplexe Erschließungsmaßnahmen erforderlich, die in Abstimmung mit den jeweiligen Bauträgern und anderen Versorgungsunternehmen meist in engen Zeitfenstern zu bewerkstelligen sind. Ganz nach dem Motto „Übung macht den Meister“ arbeiten die Akteure Hand in Hand zusammen. Wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich am ehesten die jeweiligen Ziele erreichen. Dass am Ende die Bewohner ihre neuen Häuser zum Wunschtermin beziehen können, liegt nicht zuletzt auch an den Stadtwerken Ludwigsfelde: Sie stellen Strom- und Gasversorgungseinrichtungen termingerecht bereit. „Die Stadtwerke versorgen die Baustelle, auf der das neue Heim entsteht, darüber hinaus mit Baustrom – denn ohne Strom passiert auf Baustellen bekanntermaßen wenig“, weiß Ralf Bretschneider von den Stadtwerken Ludwigsfelde.

Fokus Einfamilienhäuser

Im Zentrum der Stadt entlang der Potsdamer Straße entstehen – gut sichtbar – mehrgeschossige Wohn- und Geschäftsgebäude. Jedoch dominieren vor allem Baugebiete für Einfamilienhäuser (EFH) das aktuelle Wohnungsbaugeschehen. Folgende Flächen erschließen die Stadtwerke Ludwigsfelde aktuell für Einfamilienhäuser:
• Baugebiet „Am Sputendorfer Weg“
17 Grundstücke für EFH
• Baugebiet „Neckargärten“
28 Grundstücke für EFH, 1. Bauabschnitt
• Baugebiet „Rousseaupark“
360 Grundstücke für EFH, Dörfer 1, 2 und 3
In den Baugebieten Neckargärten und Rousseaupark führen die Stadtwerke Ludwigsfelde zusätzlich Erschließungen für Mehrfamilienhäuser und speziell im Rousseaupark auch für Gewerbeflächen durch. Am Beispiel des Rousseauparks, eines der größten Wohnbaugebiete Brandenburgs, lassen sich die Dimensionen der Erschließung verdeutlichen. Seit dem Start in 2016 haben die Stadtwerke dort bereits vier Transformatorenstationen, zwölf Kabelverteilerschränke, rund 10 km Stromkabel, 6,5 km Erdgasleitungen sowie rund 300 Strom- und 200 Erdgashausanschlüsse errichtet beziehungsweise verlegt. Nach aktueller Planung sollen noch in diesem Jahr weitere 5 Trafostationen errichtet und zusätzlich circa 10,5 km Stromkabel und 5 km Erdgasleitungen in die Erde gebracht werden. Damit nimmt die Intensität der Erschließungsarbeiten nochmals deutlich zu. Zum Vergleich: Im Zeitraum von 2006 bis 2017 lag die Neubautätigkeit nahezu brach. Pro Jahr waren nur etwa zehn Neubauten an die Energieversorgung anzuschließen.

Stadtwerke investieren 2 Millionen Euro in die Erschließung

Mit einem Investitionsvolumen von etwa 2 Millionen Euro ist das Baugebiet „Rousseaupark“ eine der bisher umfangreichsten Erschließungsmaßnahmen der Stadtwerke Ludwigsfelde. Bei allem Engagement und Ehrgeiz gilt es natürlich auch, dabei die Kosten im Blick zu behalten. Hier wirken sich zum Beispiel die Tiefbaukoordination und -durchführung durch den Bauträger vorteilhaft aus. Diese stellen bei der Leistungserbringung hohe Anforderungen an die Termintreue der Stadtwerke, mindern andererseits die eigenen Aufwendungen der Stadtwerke im Leitungsbau.